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Interview mit dem deutschen Publizisten, Christoph Hörstel, über die anhaltende Krise im Jemen

„Das jemenitische Volk muss um eigenes Land und um den inneren Zusammenhalt kämpfen. So leid mir das tut, für die westliche Politik.  Für mich kommt allerdings der glaubwürdigste Ansatz  aus dem Kreis  dieser schiitischen Jugendbewegung im Lande.“ „… wir müssen anfangen, auch diesem Volk die Selbstbestimmung zurückzugeben. Wir dürfen uns von außen nicht in dieser Weise einmischen. Das ist nicht nur undemokratisch, sondern auch rechtswidrig.

Ein Interview mit dem deutschen  Publizisten, Christoph Hörstel, über  die anhaltende Krise im Jemen

IRIB: Herr Hörstel, ich darf Sie ganz herzlich begrüßen zu diesem Interview!

Hörstel: Herzlich Grüße nach Teheran, lieber Herr Shahrokny!

IRIB: Herr Hörstel, seit dem 26.März dieses Jahres wird Jemen von den saudisch-geführten Flugzeugen bombardiert. In dieser Zeit sind weit über eintausend Menschen ums Leben gekommen und dreimal so viel verletzt worden. Die ganze Infrastruktur ist in diesem Land  zerstört worden. Herr Hörstel, Sie haben sich mit der Lage im Jemen beschäftigt und kennen die Situation dort, deshalb möchte ich Sie fragen, was in diesem Land derzeit passiert?

Hörstel: Ja, lieber Herr Shahrokny, das ist ein doppeltes Trauerspiel, will ich mal sagen: Zum einen handelt es sich eindeutig um eine gegen jedes internationale Recht verstoßene Massaker-Aktion des US-gestutzten Saudis – das kann man leider Gottes nicht beschönigen, da ist einfach gar nicht mehr daran zu diskutieren. Ich meine, die Verlustzahlen für die Jemeniten liegen drei-bis viermal höher als das, was Sie genannt haben. Ich kann das nicht definitiv beurteilen. Niemand kann das wahrscheinlich, weil die Zählungen am Boden sehr schwer fallen. Tatsache ist ganz einfach, dass hier ohne jeden politischen Sinn und Verstand  Bombenflüge geflogen werden, über Zivilgebieten, wo man vielleicht dann hofft, den einen oder anderen – wie soll ich sagen – Kämpfer der Jemeniten zu töten, aber im Prinzip billigend in Kauf nimmt, dass vor allem die Zivilisten ums Leben kommen.

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